Kronenrand

engl.: crown edge or margin; Abschluss einer prothetischen Krone zur Mundhöhle und gleichzeitig Übergang zum Zahn hin, auf welchem sie befestigt ist. Ein exakter Kronenrand ist äußerst wichtig für den Langzeiterfolg dieser Restauration, da Spalte zwischen künstlicher Krone und eigenem Zahn oder zu kurze Ränder zu Plaqueansammlungen führen und somit Karies und Zahnfleischerkrankungen auslösen können.
Untersuchungen zeigen, dass bei der Hohlkehlpräparation oder einer abgewinkelten 135°-Stufe eine bessere Anpassung an das marginale Parodontium erreicht werden kann als mit der klassischen 90°-Stufe (Rechtwinkelstufe); Abformungstechnik und -material scheinen das Ergebnis hingegen weniger stark zu beeinflussen.
Kronenränder im nicht sichtbaren Bereich sollen supragingival verlaufen, um eine Plaquekontrolle zu ermöglichen. Im sichtbaren Bereich wird der Kronenrand aus ästhetischen Gründen in den Sulkus verlegt. Dies darf jedoch nicht zu einer Schädigung der parodontalen Gewebe führen. Von großer Bedeutung sind hier die sog. biologische Breite und der dentogingivale Komplex.
Auch bei Kronenverlängerungen spielt die biologische Breite eine entscheidende Rolle. Kronenverlängerungen können aus ästhetischen oder funktionellen Gründen notwendig sein. Ist der Abstand zwischen Kronenrand und Knochenrand nicht mindestens 2-3 mm, ist eine Ostektomie erforderlich. Soll eine klinische Krone um 2 mm verlängert werden, muss der Knochenrand ca. 5 mm tiefer liegen als der "alte'" Zahnfleischrand.